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Die Friedensverhandlungen von Santos werden an der Unkenntnis des Strategieplanes der Farc scheitern

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     von Luis Alberto Villamarin Pulido, Oberst a.D.

       Untersucher strategischer Angelegenheiten / Schriftsteller

       Übersetzung: Annette Tessmann

      Trotz der persönlichen und beruflichen Qualitäten die das von präsident Santos ernannte Verhandlungsteam aufweist und das Ziel verfolgen soll  das Ende des Krieges gegen den kommunistischen Drogenterror in Kolumbien zu finden, ist es offensichtlich, dass dieses Projekt als Findelkind geboren wurde, ohne Planung und Strategie. Zuerst wurden hinter dem Rücken der kolumbianischen Bevölkerung Vereinbarungen getroffen und erst später wurden das Verhandlungsteam zusammengestellt, das scheinbar nichts gewusst hat und der Wiederwahl des Präsidenten dienen soll.

    Wiederholung Teil zwei. Das hat es alles bereits in den vergangenen Friedensprozessen gegeben: sich überschätzende Terroristen, eine Tagesordnung von den Terroristen festgelegt, von Anbeginn an Lügen auf beiden Seiten, internationaler Protagonismus, Ernennung eines Friedensbeauftragten ohne vorherige Planung einer integralen Strategie um dem Plan der Farc entgegenzuwirken, Fehlen der der nationalen Verteidigungskriterien und Freiräume aller Art, um das Gedankengut der Farc zu verbreiten.

       In meinem jüngsten Buch mit dem Titel „Operation Odyssee“ wird das Leben von Alfonso Cano beschrieben und die historische Entwicklung der kommunistische Farce des Friedens für Kolumbien analysiert. Angefangen mit Gilberto Vieira, über Jacobo Arenas und Alfonso Cano bis hin zu alias Timoschenko.

  Ausnahmslos alle haben pazifistische Lippenbekenntnisse abgegeben, weil die kommunistische Doktrin Friedensverhandlungen für einen qualitativ wertvollen Einsatz auf dem Weg zur Machübernahme erachtet. Und das ist der Ursprung des heutigen Medienrummels der Farc und ihrer Kumpanen.

    Die Computer von Raul Reyes haben das Ausmaß des Strategieplanes der Farc offengelegt. Gleichwohl die Komplizenschaft von Rafael Correa, Hugo Chavez, Lula da Silva, Evo Morales als auch die Verbindungen zu politischen Persönlichkeiten die sich wagen als Mittelsmänner für den Frieden zu präsentieren, obgleich sie in Wahrheit im Bunde mit den Terroristen stehen. Die pulsierende Aggression ist eine Realität die Politiker, Akademiker, Medien und ein Grossteil der Bevölkerung nicht erkennen. Es ist das Ergebnis von Unkenntnis und Apathie gegenüber den Plänen der Farc und ihrem politischen Arm.

     Die aktuellen Ereignisse deuten darauf hin, dass die Farc am Tisch der Verhandlungen versuchen will über ihnen freundlich gesinnten Regierungen wie die Kubas, Venezuelas, Ecuadors, Nikaraguas, Boliviens, Argentiniens und Urugays zu erreichen, dass man ihnen Botschaften einrichtet, sie ihre Waffen nicht niederlegen müssen, und eine Partei wie die damalige Patriotica neu gründet – mit ähnlichem Namen und gleichen Zielen. Wie bereits in der Vergangenheit geschehen, ein Partei an der Nabelschnur der Farc und ihren Bolivarianischen Milizen, der geheimen Kommunistischen Partei und der kontinentalen Bolivarianischen Bewegung.

      Darüber hinaus wird versucht die Verhandlungen zu verzögern, die Themen zu ändern und nicht erfüllbare Vorschläge zu unterbreiten wie beispielsweise Simon Trinidad und Sonia an den Tisch der Verhandlungen zu holen (beide sind in den USA wegen Drogenhandels verurteilt und inhaftiert, Anm.d.Ü.); die Entführungen werden geleugnet, die Terroranschläge gegen Zivilisten intensiviert; sie werden das Establishment beschuldigen die Vereinbarungen nicht eingehalten zu haben, sie werden drohen und manipulieren und Konditionen erschaffen um später die Regierung beschuldigen zu können, wenn ihr nichts übrig bleibt als die Verhandlungen abzubrechen.

     Ohne pessimistisch zu sein, jedoch realistisch, es ist angezeigt dringend davor zu warnen und konstant darüber zu schreiben. Das unvorbereitete Konzept der Regierung, ohne kohärente Strategie in die Verhandlungen zu treten mit einer Gruppe von Terroristen die 50 Jahre die selben Lügen verbreitet hat, wird darauf hinauslaufen, dass die Regierung Santos die Friedensverhandlungen mit der Farc ohne Glanz und Gloria begraben muss.

     Um den Frieden verhandeln zu können, bedarf es einer Bereitwilligkeit und übereinstimmender Ziele beider Verhandlungspartner. In dem jetzigen Fall sind diese Vorbedingungen nicht gegeben, weil die persönliche Vorliebe des Präsidenten-Bruders Enrique Vorrang hat. Es ist sein Wunsch den politischen Kadaver der Farc wieder zu beleben und eine Art neuer Patriotica zu erschaffen um mit ihr unter Einsatz aller Formen des Kampfes die politische Führung zu übernehmen.